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Achim Berthold
Achim Schlemmer und Berthold Metz vollziehen die Rückkehr des Menschlichen ins Digitale.

Achim schrieb dazu am 04.11.2009 | #permlink

Kleinvieh macht auch Mist.
Ich verstehe gar nicht, wieso nicht bereits heute Dinge für 2 Cent käuflich sind, für Beispiele ist es noch zu früh am Morgen.

QUOTE:
"Ich kann im wirklichen Leben 10 Cent für etwas zahlen, online aber nicht", sagte Paypal-Manager Osama Bedier.

http://www.ftd.de/it-medien/it-telekommunikation/:zahlungsinnovationen-ebay-bohrt-bezahldienst-paypal-auf/50031961.html

Berthold schrieb dazu am 04.11.2009 | #permlink

völlig richtig, ich sag dir mal paar beispiele für dinge, bei denen 2 cent interessant wären:

- blog- oder webseitenbeiträge (da gäb's natürlich den konflikt mit den suchmaschinen)
- bilder! (und du hättest schon mal eine menge urheberrechtshustle vermieden)
- freiwillig für gute inhalte: wenn es wirklich einfach und sicher wäre, dann könnte überall ein knopf sei "hat ihnen das gefallen?", du klickst und spuckst 2 cent raus, und ne gute website könnte richtig kohle machen, ohne mit layeradtrash zu operieren

zumal: es würde sich ja auch eine neue bezahlmentalität entwickeln - weg von "alles muss umsonst sein" hin zu "ich zahle gern, denn es ist nicht viel"

aber leider kann so was nur ein global player durchdrücken, man hat's ja bei paypal gesehen. wenn du jetzt eine komplettlösung für das 2cent-system hast, wirst du das als unternehmer niemals realisieren, können, leider.

Berthold schrieb dazu am 04.11.2009 | #permlink

und hier schreibt die taz dazu:

QUOTE:
Egal ob in den USA, in Australien oder in Europa - aufgrund der Print- und Werbekrise würden die Medienkonzerne ihre Web-Angebote am liebsten zumindest teilweise wieder kostenpflichtig machen. Die Ideen reichen dabei von Monatsabos bis hin zum Bezahlen einzelner Artikel - etwa für 30 Cent pro Stück, wie es der Kölner Verleger Konstantin Neven DuMont (Frankfurter Rundschau,Berliner Zeitung) erst kürzlich wieder vorschlug.
http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/kaum-bereitschaft-zum-bezahlen/

(lieber nicht mehr zitieren, die journalist/innen der taz sind in letzter zeit auch abmahngeil: http://www.spreeblick.com/2009/10/29/journalistin-lasst-blog-abmahnen-fordert-1-200-euro-schadensersatz-fur-textzitate/ )

die haben genau das gleiche problem wie die gema mit youtube: 30 cent pro artikel? den ich in 2 minuten gelesen habe? wo das internet doch auch davon lebt, dass ich mich zappzappzapp durch 4,5,6 artikel zum gleichen thema durchzappe und verschiedene perspektiven kriege?

so werden sie die leute nie an den bezahltropf kriegen. die spinner. warum nicht gleich 3 euro.

Achim schrieb dazu am 05.11.2009 | #permlink

Ich gehe sogar so weit, dass ich denke, eine Art Content-Budget in Form einer Info-Währung im Zehntel-Cent-Bereich als Bezahlmodell für Profi-Inhalte notwendig ist: Z.B. kostet surfen durch das FTD-Printarchiv dann 0,3 Cent je Seitenaufruf. Das Konto wird vom User inital befüllt, und dann läuft ein Zähler mit, der die Kosten (und Einnahmen) transparent für alle macht. Der Zähler-Service übernimmt auch das Kontomanagement und die Verteilung an die Content-Produzenten nach Nutzungsintensität.

Problem: Es würden vermehrt Inhalte generiert, die mehrheitsfähig sind und Randthemen würden (noch mehr) vernachlässigt. Allerdings ist dies auch bei Anzeigen so, auch hier versuchen Redaktionen ein "werbefreundliches" Umfeld bereitzustellen.

Berthold schrieb dazu am 05.11.2009 | #permlink

> Problem: Es würden vermehrt Inhalte generiert, die mehrheitsfähig > sind und Randthemen würden (noch mehr) vernachlässigt.

das glaube ich nicht, denn
1. hast du bei mainstream-themen beschissene klickraten (entweder weil die anzeigen schlecht sind, oder weil man sie schon 1000 mal gesehen hat)
2. die leute würden sich wahrscheinlich auf ihre bevorzugten angebote konzentrieren, d.h. erst mal bei "sport2000.de" oder "php-tutorials.de" nachschauen, weil da die wahrscheinlichkeit höher wäre, was gutes zu finden. ich habe auch nur keine organisierte bookmarkverwaltung, weil ich zu faul bin - und es mich ja nichts kostet, kurz mal die ersten 10 google-treffer durchzuschauen. und damit würde es sich gerade wieder lohnen, nischenthemen zu betreiben.

also, der plan ist klar:
1. deal mit ner bank (?) machen, die die transaktionen umsetzt
2. ein skript programmieren, das genau so funktioniert wie von dir oben beschrieben (+ eine weiterentwickelnde opensource-community drumrumbauen)

wer macht das aber? wer?

Berthold schrieb dazu am 06.11.2009 | #permlink

gerade stoße ich wieder auf ein zum scheitern verurteiltes modell - über google news auf einen artikel, der mich interessieren *könnte*.
http://www.neues-deutschland.de/artikel/158623.warnung-vor-dem-lehrer.html
/uploads/2009/11/PastedGraphic-11257492690dup.serendipityThumb.png*warum ich diesen artikel nicht kaufe:*

1) 65 cent für einen artikel ist dann doch bisschen heftig (dafür dass die ersten, sichtbaren 150 zeichen nun wirklich trivial sind "Das schlechte Abschneiden deutscher Schülerinnen und Schüler in der PISA-Studie 2000 löste hierzulande eine kontroverse Debatte über das Bildungswesen aus." etc.)

2) hier könnte ich mit firstgate clickandbuy bezahlen. mh ... was war da gleich mein passwort? ah, habe ich ja in meinem passwortmanager notiert, müsste ich gleich mal nachschauen ... klick, seite zu. das ist kein click and buy.

Achim schrieb dazu am 06.11.2009 | #permlink

das wäre auch ein lustiger Thread: Sammlung von Screenshots gescheiterter Paid content-Versuche. Dann bräuchten wir auch mehr Diskspace, denn da käme ganz schön 'was zusammen!

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