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Achim schrieb dazu am 23.02.2010 | #permlink

Puh, vielen Dank für die ausführliche Werbung :-)

Bei mir persönlich ist die Sachlage so, dass es mir besser geht, seit ich mich einiger elektronischer Hilfen entledigt habe. Dazu gehören digitale TO-DO-Listen wie bei Things (Mail.app hat doch auch sowas, oder?). Natürlich geht das einher mit besserer Organisiertheit und einer allgemeinen Verlangsamung des eigenen Lebens. Mir tut das sehr gut, ich weiß aber auch, dass viele Personen anders verfahren müssen, weil sie eine größere Menge an Aufgaben organisieren müssen.

Diese Viele-Aufgaben-Personengruppe teilt sich auf in z.B. "digital-affine Tastatur-Virtuosen" (du :-) und "analog-räumliche Haptik-Typen". Mit Letzteren meine ich diejenigen, die mit Papierkalendern, Post-its und großen Taschen agieren und sich darin sicherer organisieren als der digitale Typ, dem es leichter fällt, Organisation durch vorgegebene Strukturen zu erzielen. Die "Analogen" brauchen die Freiheit, die ihnen eine Software zu nehmen scheint.

Soweit meine laienhaften Beobachtungen an einem trüben Dienstag-Vormittag.

Berthold schrieb dazu am 26.02.2010 | #permlink

Du hast insofern Recht: Man wird schon Sklave der Applikation. Aber man ist ja auch Sklave seines Mailprogramms und seines Handys und seines Telefons.

Was die "Verlangsamung des Lebens" betrifft: Ich schätze an Things gerade, dass ich die Geschwindigkeit zu 100% selbst bestimmen kann, denn ich habe die totale Kontrolle. Wenn in meiner Wohnung zwei Zettel rumliegen und ich im Hinterkopf habe, dass ich nächste Woche xy checken muss, dann habe ich immer etwas Unbestimmtes vor mir. Dagegen im Things: Wenn ich es langsam brauche, schmeiße ich einfach 3 Todos in die nächste Woche. Oder (was noch öfters vorkommt): Ich sehe, dass zwei davon rasch zu erledigen sind, erledige sie und freue mich, dass ich jetzt frei bin.

> Mit Letzteren meine ich diejenigen, die mit Papierkalendern, Post-its und großen Taschen agieren und sich darin sicherer organisieren als der digitale Typ, dem es leichter fällt, Organisation durch vorgegebene Strukturen zu erzielen. Die "Analogen" brauchen die Freiheit, die ihnen eine Software zu nehmen scheint.

Ich glaube, in dieser Hinsicht gibt es keine "Analogen". Alle Zettelwirtschaftler, die ich kenne, sind nur deshalb Zettelwirtschaftler, weil die digitale Verwaltung sie überfordert. Sie schlagen sich also mit ihren Papierkalendern nur deshalb rum, weil sie es nicht besser können (bzw. es sich nicht selbst anders zutrauen). Ich kenne viele, viele Personen, die mit viel, viel Papier operieren - und kein einziger tut es freiwillig.

> Mail.app hat doch auch sowas, oder

Ja, habe ich mich drüber gefreut, als es ein neues Feature war (ich glaube mit Snow Leopard kam das?), aber ist ein totaler Scheiß. Weg damit.

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